Ja zur Familieninitiative
 
 

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Es gibt heute Familien, bei denen ein Elternteil (meist der Vater) voll arbeitet, während die Mutter zu 100 % die Kinder betreut. Bei anderen Familien arbeiten beide Eltern Teilzeit und teilen sich die Kinderbetreuung auf. Und es gibt die Familien, bei denen beide zu einem grossen Teil berufstätig sind, und die Kinder zeitweise fremd betreut werden. Die Initiative verlangt, dass Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, zwingend ein gleich hoher Steuerabzug gewährt wird wie Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen. Die heute von vielen als ungerecht empfundene Regelung soll korrigiert werden. Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen, haben ein höheres Einkommen und bezahlen entsprechend mehr Steuern in einer höheren Progressionsstufe. Gleichzeitig haben sie wegen der Kinderbetreuung höhere Auslagen. Deshalb ist es richtig, dass die Betreuungskosten wie andere Berufauslagen ein Stück weit abgezogen werden können. Diese Eltern profitieren jedoch dreifach: Sie können die Kinderbetreuungskosten von den Steuern abziehen, profitieren von subventionierten Krippenplätzen und der Anschubfinanzierung des Bundes. Eltern, die ihre Kinder selber betreuen und ohne staatlich finanzierte Fremdbetreuung erziehen, gehen jedoch leer aus. Die Wahlfreiheit des persönlichen Lebensentwurfs ist in einer modernen Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Diese ist aber nicht gegeben, solange Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, schlechter gestellt sind gegenüber solchen, die staatliche Leistungen in Anspruch nehmen. Alle Eltern sollen ohne steuerliche Nachteile frei entscheiden können, wie sie ihre Kinder betreuen lassen wollen. Jede Familie soll die für sie optimale Lösung finden können. Der Staat soll alle Betreuungsformen gleich behandeln. Die EVP hat bei verschie-dener Gelegenheit einen Eigenbetreuungsabzug gefordert, der wenigstens halb so gross ist wie der Fremdbetreuungsabzug. Vor vier Jahren habe ich zu diesem Thema im Landrat einen ähnlich lautenden Vorstoss eingereicht. Möglichst konstante Bezugspersonen sind erwiesenermassen vor allem in den ersten Lebensjahren von grosser Bedeutung. Wenn deshalb Väter oder Mütter ihren Kindern während dieser Zeit bewusst ihre volle emotionale Aufmerksamkeit zukommen lassen wollen, ist dies auch im öffentlichen Interesse und zu unterstützen.

Elisabeth Augstburger, Land- und Einwohnerrätin EVP Liestal