Festessen im Bundeshaus 2025

Allein der Hinweis «sonntaeglich gekleidet», gab ein klein wenig zu denken. So heisst es jeweils auf der Einladung der IG3plus ins Bundeshaus. Ein strahlender Samstag in Bern. Treffpunkt beim Hintereingang. Abschrankungen für die Warteschlange. Ernste Maenner von der Fedpol. Kommen wir überhaupt hinein, moegen sich manche Eltern gefragt haben. Aber so ganz ohne Kinder nahmen sie es locker. Dieser Tag zu zweit wurde auf lange Hand vorbereitet. Wer huetet welches Kind? Oder dürfen gleich alle zu den Grosseltern? Hoffentlich laeuft alles gut im Betrieb. Solche und aehnliche Überlegungen standen wohl lange vor der Frage nach dem richtigen Outfit.

Und es hat sich sehr gelohnt, wie allseits bestaetigt wurde. «Es war interessant und sehr schoen im Kreise der Gleichgesinnten!» «Tut das gut!» «Unglaublich, dass wir nun an so einem Ort essen dürfen, wo alle wichtigen Entscheide für die Schweiz getroffen werden,» meinte Gilles aus Zürich. Sabine aus dem Kanton Aargau war allein schon darüber glücklich, ganz gemütlich mit ihrem Mann zu Tisch zu sitzen; ein feines Süppchen geniessen, einen leckeren Aargauer Braten als Hauptgang und eine Suessmostcreme zum Dessert. Gute Gespraeche mit anderen Eltern, weit und breit kein Kind, das am Aermel zupfte.

Dazwischen berichtete Nationalrat EDU Andreas Gafner von seinem Weg in die Politik, und inzwischen fuehle er sich ganz wohl im Bundeshaus. Der Entlebucher Ruedi Lustenberger, Alt-Nationalrat von «Die Mitte» erzaehlte aus seiner langen Geschichte als Ehemann, Berufsmann, Vater, Grossvater und eben auch Politiker. Und er tat das so frohgemut und unterhaltsam, dass man ihm noch sehr viel laenger zugehoert haette. Es ist wichtig, von seinem Anliegen überzeugt zu sein und dran zu bleiben, einen langen Schnauf zu haben.

Vor dem kulinarischen Teil in der prächtigen «Galerie des Alpes» führten die beiden Parlamentarier alle Eltern in Gruppen durch die Raeumlichkeiten des Bundeshauses, gaben Erklaerungen, beantworteten Fragen, zeigten ihren Platz im Nationalratssaal. Dazwischen blieb viel Zeit für Gespraeche zwischen den Eltern. Schnell wurde aus 120 Unbekannten eine aufgestellte Gruppe, die sich sehr viel zu sagen hatte.

Froh gestimmt und dankbar machten sich alle wieder auf den näheren oder weiteren Heimweg zwischen Wallis und Graubünden, in den Aargau, nach Solothurn und Basel und bis ins Appenzellerland. Neu gestaerkt zurück in den Alltag, in den Advent mit drei und mehr Kindern.

Der herzliche Dank geht an all die Goennerinnen und Goenner, die diesen Anlass ermoeglichen!

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